Frauenmannschaften

Aufsteiger Meßstetten feiert überlegenen Derby-Sieg

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Mit einem solchen Ergebnis hatte wohl niemand gerechnet. Die Frauen der HSG Hossingen-Meßstetten haben am Samstag das Landesliga-Derby bei der HSG Albstadt überlegen mit 31:19 gewonnen.

„Das Ergebnis war auch in dieser höhe völlig verdient“, sagt Albstadts Trainer Oliver Lebherz und gab sich damit als fairer Verlierer. „Wir haben leider zu keiner Zeit richtig ins Spiel gefunden. Meßstetten war im Zweikampfverhalten aggressiver und ist in der Abwehr kompakt gestanden. Das haben wir nicht hinbekommen“, so Lebherz weiter.

Vor mehr als 200 Zuschauern in der Ebinger Mazmannhalle sorgten die 140 Anhänger der HSG Hossingen-Meßstetten für Heimspielatmosphäre bei den Gästen. „Wir sind richtig gefeiert worden. Mir ist es eiskalt den Rücken hinunter gelaufen“, sagte Gäste-Trainer Martin Röthlingshöfer, dessen Team eigentlich von beginn an den takt in diesem Derby vorgab. Zwar legten die Schwarz-Roten durch Zeynep Kayhan vor, doch sollte das 1:0 die einzige Führung für das Lebherz-Team gewesen sein. Denn mit einem Doppelpack drehte Nadine Bengel die Partie, und Katharina Jesse sorgte per Siebenmeter für das 3:1. Albstadts Coach Lebherz sah sich bereits nach fünf Minuten zu einer ersten Auszeit gezwungen. Die aber änderte nichts am Spielverlauf. Nachdem Kristiana Mitreiter für Albstadt auf 3:4 verkürzt hatte (9.), legte Hossingen-Meßstetten einen Lauf hin. Jessica Domscheit, die ehemalige Albstädterin Vanessa Dreer (2), Bengel und Jesse schossen den Heubergerinnen eine 9:4-Führung heraus (15.). Nina Conzelmann per Strafwurf und Ann-Kathrin Hameister brachten Albstadt noch einmal auf 6:9 heran, aber Bengel, Dreer – bei einer 4:6-Unterzahl–, Jesse und wieder Dreer sorgten für eine 13:6-Pausenführung der Gäste. „In der Phase vor der Pause sind uns viele einfache Treffer gelungen. Man hat gesehen, dass wir im Rückraum Vorteile hatten“, so Röthlingshöfer. Zudem setzte seine Mannschaft die Vorgabe Albstadts Sabine Kirschbaum und Conzelmann auszuschalten bestens um, und im Tor war Annika Gscheidle, die bis zur vergangenen Saison das Albstädter Trikot trug, ein sicherer Rückhalt.

Im zweiten Abschnitt machten die Gäste da weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten. Nach gut 35 Minuten sorgte Dreer für einen Zehn-Tore-Vorsprung (18:8) für den Aufsteiger. Nach einem weiteren 4:0-Zwischensprint der Meßstetterinnen, zu dem Jesse, Elena Frey, Dreer und Bengel die Tore beisteuerten, war die Differenz zwischen beiden Teams in der 46. Minute auf 13 Treffer angewachsen. Am Ende feierte die HSG Hossingen-Meßstetten eine 31:19-Erfolg und darf sich angesichts einer Bilanz von 7:3 Punkten nun mindest eine Woche lang über die Tabellenführung freuen. Die HSG Albstadt belegt mit 2:6 Punkten Platz neun. „Wir müssen uns damit anfreunden, dass wir den Blick nicht nach oben, sondern nach unten richten müssen“, sagte Albstadts Trainer Lebherz. Röthlingshöfer war happy: „Jetzt sind wir richtig in der Landesliga angekommen.“ Zur Belohnung für den Derby-Sieg gab’s für seine Mädels am Montag trainingsfrei.