Frauenmannschaften

Am Ende wird’s dann doch noch deutlich

Spielberichte

HSG Albstadt – TV Weilstetten 15:26 (7:9). Ärgern wollten die Mädels der HSG Albstadt am Samstagabend Tabellenführer TV Weilstetten. Und das gelang dem Team von Trainer Oliver Lebherz in der Ebinger Mazmannhalle auch – zumindest etwas mehr als eine Halbzeit lang. Bis zum 8:9 war der Tabellenvorletzte in Schlagdistanz zum Spitzenreiter. Doch dann zogen die „Füchse“-Frauen entscheidend davon.

Wider Erwarten lieferten sich die beiden Mannschaften im ersten Abschnitt ein Duell auf Augenhöhe, in dem auf beiden Seiten die Abwehrreihen dominierten. „Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut verteidigt, aber leider ein recht schlechte Chancenverwertung“, so HSG-Trainer Oliver Lebherz, der mit Sabine Kirschbaum, Julia Knobel und Melanie Höß auf drei Stammkräfte verzichten musste. Bei den „Füchse“-Mädels war das nicht anders. Auch Gülfidan Balci – „manchmal tut man sich schwer mit der Favoritenrolle, weil man es zu gut machen will“ – sah bei ihrem Team die Stärken in der Defensive.

Zum letzen Mal hatten die Gastgeberinnen nach dem Treffer der sechsmal erfolgreichen Zeynep Kayhan zum 4:3 die Führung inne (13. Minute), dann drehte der TV Weilstetten, bei dem Sonja Maute wegen einer Daumenverletzung fehlte, den Rückstand mit Toren von Annika Friedrich (2), Carina Zanger und Tina Fuhrmann in einen 7:4-Vorsprung. Albstadt aber blieb dem Favoriten auf den Fersen, ging mit einem knappen 7:9-Rückstand in den zweiten Abschnitt und verkürzte gleich nach dem Seitenwechsel durch Daniel Götz auf 8:9.

Doch dann riss bei den Gastgeberinnen der Faden. „Wir sind schlecht in die zweite Halbzeit gestartet, das war entscheidend. Am Ende ist uns auch etwas die Luft ausgegangen sagte Lebherz. Die „Füchse“-Mädels zogen mit einem 6:0-Lauf bis zur 40. Minute auf 15:8 davon.

„Wichtig war, dass wir als Mannschaft die Ruhe bewahrt und uns nach einer schwachen ersten Halbzeit aufgerafft haben. Dass das Ergebnis am Ende noch so deutlich ausgefallen ist, zeigt, wie gut wir als Team funktioniert haben“, sagte Balci nach einem am Ende klaren 36:15-Erfolg der nach dem Geschmack von HSG-Coach Oliver Lebherz jedoch zu deutlich ausfiel.