Männermannschaften

„Kein Selbstläufer“

Vorberichte

Um 20 Uhr hat die HSG Albstadt am Samstag den TV Reichenbach zu Gast. Die Württembergliga-Handballer könnten mit einem Heimsieg ihrem Saisonziel einen großen Schritt näherkommen.

Wenn man einen Blick auf die Tabelle wirft und sich anschaut, wo sich dort die HSG Albstadt platziert, dann kann man schon ins Staunen geraten. Auf Rang vier taucht die Mannschaft von Markus Stotz vor dem 18. Punktspiel der Schwarz-Roten auf – und das als Aufsteiger. Noch vor Wochenfrist waren die Albstädter sogar Dritte gewesen, dann verlor die Stotz-Sieben bei der HSG Langenau/Elchingen mit 30:34. Die Langenauer stehen nun punktgleich mit den Albstädtern auf Rang drei.

Markus Stotz ist angesichts des guten Auftretens des Aufsteigers sichtlich stolz. Dennoch lässt die Tabelle den HSG-Coach kalt. „Wir bewerten unsere Leistung zunächst einmal nicht anhand der Tabelle“, sagt Stotz. Vor der Saison habe man sich das Ziel gesetzt, 25 Punkte zu holen. Mit dieser Ausbeute sei der Klassenerhalt sicher. „Und der bleibt unser primäres Ziel“, so der Albstädter Trainer. „Noch fehlen uns vier Punkte. Wenn wir die geholt haben, können wir über neue Ziele sprechen.“

Am Samstag um 20 Uhr kommt der TV Reichenbach in die Ebinger Mazmannhalle. Der TVR ist mit 10:22 Zählern Drittletzter. Auf dem Papier ist die HSG klarer Favorit – gewänne Albstadt das Heimspiel, wäre die HSG nur noch zwei Punkte vom eigentlichen Saisonziel entfernt. Auch Stotz weiß um die eigene Favoritenrolle. „Doch so deutlich ist die Ausgangslage nicht“, sagt er und lässt die Tabellensituation damit erneut bewusst außen vor. Reichenbach habe sich zum einen in der Pause personell verstärkt, ferner seien zuvor Langzeitverletzte wieder zurückgekehrt und nicht zuletzt das Hinspiel, das Albstadt auswärts mit 28:32 verlor, zeige, dass das am Samstag eine „enge Kiste“ werden dürfte, so Stotz. Zumal die Reichenbacher die vergangenen beiden Partien gewonnen haben: mit 31:28 beim TV Steinheim, der Achter ist, und vor Wochenfrist gegen den HV RW Laupheim. Das Spiel gegen die auf Rang zehn liegenden Laupheimer endete 28:24 für den TVR.

„Das wird kein Selbstläufer“, sagt daher Stotz. „Wir müssen alles in die Waagschale werfen und die Fehler, die wir uns letztes Wochenende geleistet haben, abstellen, um gegen Reichenbach eine Chance zu haben.“ Im Laufe der Trainingswoche hat der Coach unterdessen die Langenau-Pleite aufgearbeitet. Im Endeffekt sei man defensiv nicht so sattelfest wie gewohnt aufgetreten und im Angriff habe man schlichtweg zu viele Fahrkarten geworfen. „Wir haben viel verworfen“, sagt Stotz. „Das kommt vor. Das haben wir aufgearbeitet. Mund abwischen – und weitermachen.“

Und wenngleich der Albstadt-Trainer vor dem Samstags-Gegner warnt, daran, dass man im Mazmann gewinnen wolle, lässt er keinen Zweifel. Die Jungs seien heiß und gewillt, ihre Heimstärke auf die Platte zu bringen. „Wir spielen auf Sieg und wenn wir auf die Platte gehen, wollen wir immer gewinnen.“