Männermannschaften

Klatsche für die HSG

Spielberichte

Die HSG Albstadt hatte in der Vorwoche ihr Saisonziel in der Württembergliga erreicht nun ging es ohne Druck zum TSV Heiningen. Dabei setzte es beim 25:34 die höchste Saisonniederlage der Schwarz-Roten.

Vor der Partie hatte HSG-Trainer Markus Stotz nach Erreichen der 25-Punkte-Marke das neue Saisonziel der Albstädter ausgegeben: 30 Punkte sollen es nun werden. Von einem echten Spitzenspiel als Tabellendritter gegen den Vierten TSV Heiningen wollte Stotz indes nichts wissen: „Heiningen ist ein abgezocktes Team, welches mit seiner Erfahrung zu den Top-Favoriten auf den Aufstieg zählt. Wir sind da nur Außenseiter werden aber alles in die Waagschale werfen.“ Ohne den Langzeitverletzten Benjamin Mayer sowie Christof Seeger, Maximilian Fien und Bruno Jerger reiste die HSG zudem dezimiert nach Heiningen.

Dennoch eröffnete Nico Ferdinand den Torreigen mit dem 0:1 für die Albstädter, doch danach kassierte die Stotz-Truppe vier schnelle Gegentore und musste fortan schon früh einem Drei-Tore-Rückstand hinterherlaufen 4:1 (4. Minute). Doch so schnell gaben sich die Schwarz-Roten nicht auf und verkürzten wenig später auf 4:5 (6.). Bis zum 8:6 wahrten die Hausherren ihren knappen Vorsprung, dann aber schaffte die HSG durch Tore von Jannik Rau und Patrick Lebherz beim 8:8 wieder den Ausgleich (15.). Doch das sollte der letzte Gleichstand der Partie bleiben. Anschließend erwischten die Albstädter nämlich eine rabenschwarze Viertelstunde und erzielten bis zum Halbzeitpfiff kein einziges Tor mehr. Der TSV nutzte dies, erhöhte den Vorsprung sukzessive und ging schließlich mit einer klaren 17:8-Führung in die Pause. „Das ist schwer zu erklären“, tat sich Stotz mit der Beschreibung dieser Spielphase schwer, „wir haben vorne unglücklich abgeschlossen und wurden dann auch durch Konter eiskalt bestraft. Dann sind wir leider auch von unserer Linie abgekommen und so kommt sowas dann zustande.“

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Albstadt dann wieder auf Augenhöhe mit den Gastgebern, schaffte es jedoch nicht, das Spiel noch einmal spannend zu machen. So verteidigten die Heininger die Führung souverän. Beim 21:13 verkürzte die HSG auf acht Tore (38.), doch wenig später hatte der TSV den Abstand dank eines 6:1-Laufs beim 27:14 gar noch weiter erhöht. In der Folge ging es für Albstadt lediglich noch um Ergebniskosmetik und so verkürzten die Schwarz-Roten wenige Minuten vor Schluss beim 32:22 zumindest wieder auf zehn Tore. Am Ende konnte man das Ergebnis beim 34:25-Endstand sogar noch einstellig gestalten unter dem Strich stand dennoch die höchste Saisonniederlage der Schwarz-Roten.

„Am Ende war der 9:0-Lauf der Heininger vor der Pause eine zu hohe Hypothek“, analysierte HSG-Übungsleiter Stotz nach der Partie, „bis zum 8:8 war eigentlich alles in Ordnung.“ Dennoch sei Heiningen auch einfach ein sehr abgezockter Gegner, so der Albstädter Coach weiter, „um gegen sie zu gewinnen, muss man einfach 150 Prozent liefern das wussten wir schon vor dem Spiel. Zudem waren sie nach einigen Niederlagen zuletzt auch in der Pflicht und dadurch sehr motiviert. So haben wir Lehrgeld bezahlt. Nun gilt es, die positiven und die negativen Dinge aus der Partie aufzuarbeiten und es beim nächsten Mal besser zu machen.“ Ein Sonderlob für die jungen Simon Schurer und Paul Jerger hatte Stotz trotz der deutlichen Niederlage dennoch übrig: „Beide haben für ihre Spielzeit einen guten Job gemacht.“