Männermannschaften

Ambitionierte Schwarz-Rote

Vorberichte

In der Albstädter Mazmannhalle kommt es am Samstag (20 Uhr) zum nächsten Kracher. Nach dem Derby in der Vorwoche erwartet die HSG Albstadt nun Württembergliga-Spitzenreiter TSV Blaustein.

In der Vorwoche platzte die Mazmannhalle mit gut 1000 Besuchern bereits aus allen Nähten. Diese sahen ein packendes Lokalderby zwischen der HSG Albstadt und dem TV Weilstetten, welches schließlich die Gäste mit 27:23 für sich entscheiden konnten. Am Ende war der „Füchse“-Sieg unter dem Strich verdient – doch der Aufsteiger aus Albstadt hatte durchaus seine Chancen, das Spiel zu drehen.

„Das war sicher ein tolles und sehr interessantes Spiel für die Zuschauer“, so HSG-Trainer Markus Stotz, „eigentlich war es auch ausgeglichen, bis wir einige Tore in Rückstand geraten sind und diesem von da an hinterher gelaufen sind.“ So haderte der Albstädter Kommandogeber auch unter der Woche noch mit den ausgelassenen Möglichkeiten: „Wir haben in der ersten Halbzeit zwei Siebenmeter verworfen und im zweiten Durchgang zwei Konter – da hätten wir das Spiel noch einmal drehen können. Allerdings muss man anerkennen, das Weilstetten an dem Tag einfach ein, zwei Tore besser war. Dass es am Ende vier Tore wurden, ist damit erklärt, dass wir mit einer offensiven Abwehr nochmals alles probiert haben.“

Nach zuvor sechs Siegen in Folge in der eigenen Halle würde man bei der HSG am liebsten direkt wieder eine neue Heimserie starten. Allerdings wird es am Samstag nicht einfacher: Mit dem TSV Blaustein reist der aktuelle Tabellenführer an. Dieser konnte die vergangenen vier Partien allesamt für sich entscheiden – zuletzt in der Vorwoche beim deutlichen 34:25-Heimerfolg gegen den TV Reichenbach. Zudem musste der Primus seit Beginn der Rückrunde erst eine Niederlage in neun Spielen hinnehmen. Im Hinspiel konnten sich die Schwarz-Roten trotz des Ausfalls einiger Stammkräfte bei der 30:36-Auswärtsniederlage achtbar aus der Affäre ziehen. „Die Spieler aus der zweiten Reihe haben damals jedoch einen super Job gemacht und das Fehlen der Stammkräfte gut kompensiert“, sieht Stotz nur bedingt Steigerungspotenzial. So ist Blaustein für den HSG-Coach auch im zweiten Aufeinandertreffen der klare Favorit: „Sie haben eine topbesetzte Mannschaft auf allen Positionen, teilweise mit Zweitliga-Erfahrung, keine Verletzten und sind zudem derzeit in einer starken Verfassung. Wir werden da mit unserem jungen Team schwer zu kämpfen haben.“ So dürfe man sich nicht viele Fehler erlauben. „Natürlich werden wir daheim kein Spiel verloren geben. Das haben wir schon letzte Woche gezeigt“, so Stotz weiter, „unser Ziel muss es sein, das Spiel so lange wie möglich offen zu gestalten und dann gilt es abzuwarten.“

Fehlen wird den Albstädtern indes weiterhin der Langzeitverletzte Benjamin Mayer und auch Keeper Marko Makowski muss aufgrund von Knieproblemen erneut passen. Zudem waren einige Spieler wegen einer Grippewelle unter der Woche noch angeschlagen und konnten zum Teil nicht trainieren. Vor dem Spiel am Samstag stehen so hinter dem Einsatz der Angeschlagenen noch einige Fragezeichen.