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Schwere Zeiten für die Schwarz-Roten

Spielberichte

Die HSG Albstadt wollte vor heimischer Kulisse gegen den TV Steinheim wieder zurück in die Erfolgsspur. Doch die Schwarz-Roten unterlagen mit 29:37 und mussten so die vierte Niederlage in Folge hinnehmen.

Nach zuvor drei Niederlagen in Serie, wollte die HSG Albstadt am vergangenen Wochenende endlich wieder Zählbares einfahren. „Wir wollen zu Hause natürlich wie jedes andere Team gewinnen und versuchen unser Spiel durchzubringen“, betonte HSG-Coach Markus Stotz vor dem Heimspiel gegen den Tabellenzehnten TV Steinheim. Doch Stotz wusste um die Schwere dieser Aufgabe auch weil die Steinheimer mit einem Sieg den Klassenerhalt perfekt machen konnten. „Außerdem haben sie mit David Wittlinger einen Ausnahmespieler in ihren Reihen. Er wechselt zur kommenden Saison auch nach Pfullingen in die dritte Liga“, berichtete Stotz.

Am Samstag mussten die Schwarz-Roten dann zunächst den Ausfall von fünf Stammkräften wegstecken. Neben dem Langzeitverletzten Benjamin Mayer musste auch Simon Schurer, Marko Makowski, Christof Seeger und Paul Jerger passen. Dennoch brachte Steffen Link die Hausherren zunächst mit 1:0 in Front, doch die Gäste antworteten umgehend und gingen beim 1:2 ihrerseits in Führung (3. Minute). Und auch in der Folge lag der Vorteil auf Seiten der Gäste. Bis zum 4:3 durch Wittlinger blieb der TV vorne. Dann aber drehten die Albstädter auf. Lukas Mayer glich aus, Christoph Schlegel besorgte die erste Führung der Hausherren und Steffen Link baute diese sogar noch auf 6:4 aus (10.).

Doch so einfach wollten es die Steinheimer den Schwarz-Roten nicht machen. Der TV nutzte fünf torlose Minuten der Albstädter und drehte mit einem 4:0-Lauf erneut den Spielstand (6:8/13.). Und Steinheim hatte noch nicht genug. In den nächsten Minuten bauten die Gäste den Vorsprung dann immer weiter aus: Zunächst beim 11:7 auf vier Tore (19.) und beim 14:9 sogar auf fünf Tore Abstand (24.). Schließlich ging die HSG mit einem 11:17-Rückstand in die Halbzeitpause.

Und auch nach dem Wiederanpfiff hatten die Schwarz-Roten das Nachsehen. Den Torreigen im zweiten Durchgang eröffnete Wittlinger am Ende zehnfacher Torschütze und stellte mit dem 18:11 auf sieben Tore Unterschied. In der Folge kamen die Schwarz-Roten zwar einige Male wieder auf sechs Tore heran, doch mehr war einfach nicht drin. Der neunfache Gäste-Torschütze Klaus Nissle erhöhte dagegen in der 39. Minute auf 25:17. Auch in der Folge pendelte der Abstand stets zwischen sechs und acht Toren, ehe Nissle beim 32:23 erstmals auf neun Tore stellte und damit endgültig für die Vorentscheidung sorgte (52.). Letztendlich unterlag die HSG mit 29:37 und musste so die vierte Niederlage in Folge hinnehmen, während die Gäste den endgültigen Klassenerhalt bejubeln konnten.

„Wir sind in der Abwehr nicht gut gestanden und haben vorne zu viel verworfen“, brach Stotz die Gründe für die Niederlage auf das Wesentliche herunter, „der Sieg für Steinheim geht absolut in Ordnung.“ Seine Mannschaft habe jedoch über 60 Minuten gekämpft, so der HSG-Coach weiter, „ich kann ihnen keinen Vorwurf machen. Wir haben derzeit nun mal einige Angeschlagene und müssen zu unserer Abschlussstärke zurückfinden und in der Abwehr aggressiver agieren. Es ist gut, dass wir uns jetzt in dieser Situation befinden. Das ist ein Lernprozess, durch den die Mannschaft gehen muss und dieser wird sie für die Zukunft stärken.“