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Rote Karte stellt HSG das Bein

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Die Defensive sollte besser stehen als zuletzt gegen Fridingen/Mühlheim – das war die Vorgabe von HSG-Coach Nenad Gojsovic. Gegen den TSV Heiningen setzte es am Freitagabend dennoch eine herbe 18:26 (7:14)-Niederlage.

Lediglich in der Anfangsphase gelang es den Schwarz-Roten die Partie offen zu halten, das Spiel ließ sich für die HSG gut an. Sascha Witte markierte in der neunten Spielminute das 3:3 aus HSG-Sicht.

Dann zogen die Gastgeber aber mit einem 4:0-Lauf – darunter ein Hattrick vom stärksten Heininger Werfer an diesem Abend, Louis Unseld – bis zur 15. Spielminute auf 7:3 davon. Sascha Witte verkürzte zwar kurz darauf auf 4:7, aber danach waren die „Staren“ von der HSG-Abwehr nicht mehr unter Kontrolle zu bringen. Ein weiterer 3:0-Lauf brachte die Hausherren beim 11:4 (22.) schon in dieser frühen Phase deutlich in Führung.

Und der nächste Nackenschlag für die Gäste sollte nicht lange auf sich warten lassen: In der 26. Spielminute sah HSG-Neuzugang Veljko Saula die Rote Karte und musste vom Platz. „Er trifft seinen Gegenspieler im Gesicht“, erklärt der Trainer der Schwarz-Roten, Nenad Gojsovic im Anschluss an die Partie, „das war aber keine Absicht. Selbst der gegnerische Trainer meinte, dass das keine Rote Karte war.“

Von diesem Zeitpunkt an war es für die Gojsovic-Sieben in der Folgezeit schwer, noch einmal zurückzukommen. Heiningen behielt die Spielkontrolle und lag zur Pause mit sieben Treffern, mit 14:7, vorne.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit blieben die Schwarz-Roten in der Offensive vieles schuldig, um die abwehrstarken Heininger ernsthaft in Gefahr zu bringen. Nicht zuletzt war dies auch den insgesamt zu häufig auftretenden technischen geschuldet. Als Julian De Boer einen Siebenmeter in der 40. Spielminute zum 20:11 für die „Staren“ verwandelte, war klar, dass für die HSG an diesem Abend nichts mehr zu holen sein würde.

Als der TSV in der 50. Spielminute dann auf 25:15 erhöhte, schienen die Schwarz-Roten in eine äußerst deutliche Niederlage zu schlittern. Im Schlussspurt aber rissen sich die Gäste in der Abwehr noch einmal zusammen, ließen lediglich einen Gegentreffer zu und erzielten auf der anderen Seite selbst noch drei Tore, sodass die Niederlage am Ende mit 18:26 noch einigermaßen erträglich gestalten wurde. „Die Anfangsphase war ordentlich“, resümiert auch Gojsovic nach Abpfiff, „danach unterliefen uns deutlich zu viele technische Fehler, welche der Gegner im Konter immer wieder ausgenutzt hat. Mit dem Ausschluss von Saula hatten wir dann auch Probleme aus dem Rückraum.“

In der zweiten Halbzeit sei es im Großen und Ganzen zwar etwas besser gelaufen, „wir konnten aber an die Leistung aus der Vorwoche nicht anknüpfen. Wenigstens unsere jungen Spieler wie Michael Maier und Jonas Haag haben sehr ordentlich gespielt“, fasst der HSG-Trainer am Ende zusammen und findet damit doch noch etwas Positives in der Niederlage.