Frauenmannschaften

Brisanter Lokalkampf in Albstadt

Vorberichte

Es ist das erste Zollern-Derby der Saison in der Landesliga der Frauen. Am Samstag empfangen die Mädels der HSG Albstadt Aufsteiger HSG Hossingen-Meßstetten in der Ebinger Mazmannhalle.

Die Gäste vom Heuberg brennen auf das Derby. „Alle sind heiß auf dieses Spiel. Ich hoffe nur, dass bei uns die Nerven mitspielen und wir die nötige Gelassenheit mitbringen. Wir haben in Albstadt jedenfalls nichts zu verlieren. Wichtig wird sein, dass wir gut ins Spiel kommen. Dann ist alles möglich. Albstadt sehe ich stärker unter Zugzwang als uns“, sagt Martin Röthlingshöfer, Trainer der HSG Hossingen-Meßstetten. Seine Mannschaft legten einen ganz starken Start hin, hat nach vier Spielen in der für sie neuen Liga 5:3 Punkte auf dem Konto und feierte zuletzt einen 29:25-Heimerfolg über die HSG Nendingen/Tuttlingen/Wurmlingen. „Da haben wir schnell nach vorne gespielt. Unser Trumpf war, dass wir viele Tore aus der zweiten Welle erzielt haben. So darf es am Samstag weitergehen“, sagt Röthlingshöfer, der zum ersten Mal in dieser Spielzeit seinen kompletten Kader beisammen hat.

Zusätzliche Brisanz verleiht dem Derby, in dem die Gäste von zahlreichen Fans unterstützt werden, dass mit Torhüterin Annika Gscheidle und Vanessa Dreer zwei Spielerinnen für die HSG Hossingen-Meßstetten auflaufen, die in der vergangenen Saison noch das Trikot der HSG Albstadt trugen. „Für die beiden ist es natürlich ein ganz besonderes Spiel“, sagt Röthlingshöfer.

Erst drei Spiele haben die Gastgeberinnen in dieser Saison absolviert. Nach einer Niederlage zum Auftakt bei der TG Schwenningen (23:27), gewann das Team von Trainer Oliver Lebherz in der heimischen Mazmannhalle gegen das noch immer punktlose Schlusslicht HSG Winterbach/Weiler mit 21:20. Am vergangenen Wochenende setzte es mit einem 22:25 bei der SG Schorndorf die zweite Niederlage. „Dieses Spiel haben wir nach allen regeln der Kunst hergeschenkt“, sagt Albstadts Trainer.

Schwarz-Rote stehen im Heimspiel unter Zugzwang

Lebherz sieht sein Team im Duell mit dem Aufsteiger durchaus unter Zugzwang: „Für uns hat das Derby nach dem schlechten Saisonstart eine große Bedeutung. Wir sind als Mannschaft aus dem hinteren Tabellendrittel gegen eine aus dem vorderen schon in einer gewissen Drucksituation.“ Zwar hätten einige seiner Spielerinnen mit Erkältungssymptomen zu kämpfen, dennoch geht der Trainer der Schwarz-Roten davon aus, einen kompletten Kader beisammen zu haben.

Lebherz weiß um die Qualitäten der Gäste vom Heuberg. „Wenn die HSG Hossingen-Meßstetten es so spielt wie bisher, ist sie für mich am Samstag leichter Favorit. In der Mannschaft sind Spielerinnen, die im Rückraum Verantwortung übernehmen und Tore erzielen. Das ist bei uns etwas anders.“